NaturFreunde Göggingen e.V.

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         Energie

 

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SITUATION

Mit dem Beginn der Industrialisierung im vorigen Jahrhundert nahm der Weltenergieverbrauch zu. Erst langsam, dann jedoch immer stürmischer.

Umweltleitlinien

Zunahme des Welt-
energieverbrauchs
durch Industrialisierung

Gebremst lediglich durch die wirtschaftlichen Folgen des 1. Weltkrieges mit der darauf folgenden Weltwirtschaftskrise und dem 2. Weltkrieg. Selbst die Ölkrise der 70er Jahre führte nur zu einem langsameren Anstieg des Weltenergieverbrauchs und nicht zu einer Verringerung. Dieser rasante Anstieg hält – trotz aller Appelle und Umweltgipfel – bis heute an.

Klima

Luft

Raubbau an nicht
erneuerbaren Energieträgern

Hinter diesem Anstieg verbirgt sich einerseits ein massiver Raubbau an den nicht erneuerbaren Energieträgern, wobei die Industrienationen den Hauptanteil verbrauchen. Andererseits hinterlässt dieser Raubbau, insbesondere in Entwicklungsländern, eine auf Jahrzehnte ökologisch tote Landschaft.

Wasser

Verkehr

Klimakatastrophe
durch Treibhausgase

Neben diesem unwiderruflichen Raubbau mit seinen Hinterlassenschaften zieht in den beiden letzten Jahrzehnten eine neue Gefahr herauf, die insbesondere unsere Kinder und Enkelkinder, aber auch schon unsere heutige Generation betrifft: die Klimakatastrophe. Durch stetige Steigerung der Produktion von Treibhausgasen (CO2, FCKW, Methan, …) erwärmt sich unsere Erde immer stärker. Dies bewirkt eine nachhaltige Änderung des Wetters. Die Pole und Gletscher schmelzen ab.

Naturschutz

Ernährung

Gentechnik

Meeresspiegel steigt

Der Wasserstand der Meere steigt. Aufgeschreckt durch diese Prognosen und der Zunahme von Versicherungsfällen durch Unwetter, fordert auch die Versicherungswirtschaft ein Umdenken.

Abfall

Energie

Mensch beeinflusst
die Umwelt nachhaltig

Doch die Politik, unterstützt durch die Wirtschaft, reagiert nur zögerlich. So räumte erstmals der Klimagipfel von Rio überhaupt ein, dass der Mensch die Umwelt nachhaltig beeinflusse. Doch die Konsequenzen fallen eher spärlich aus.

 

wenige Konsequenzen
aus Klimagipfel

Die vom Nachfolgegipfel in Kyoto proklamierten Reduzierungen für Treibhausgase sind durch Sonderregelungen für einzelne Länder, Freikaufmöglichkeiten für Verursacher sowie nicht definierte Aufrechnungsmöglichkeiten durchlöchert.

Verzögerungspolitik
der Wirtschaft

Diese Verzögerungspolitik der Wirtschaft stellt für das Klima der Erde eine ernsthafte Gefahr dar. Gegenmaßnahmen wirken erst zeitverzögert in 40 bis 50 Jahren. Wie werden die Industrienationen, als Hauptverursacher, sich den Auswirkungen einer Klimakatastrophe stellen?

Gegenmaßnahmen wirken
zeitverzögert

Einer Klimakatastrophe, die vor allem die Entwicklungsländer mit Hungerkatastrophen treffen wird und zu bisher unvorstellbaren Flüchtlingsströmen führen wird.

ZIELE UND FORDERUNGEN DER NATURFREUNDE

Wir Naturfreunde treten für eine Umkehr in der Energiepolitik ein. Diese Politik muß eine wesentliche Reduzierung des Energieverbrauchs und damit der Treibhausgase zum Ziel haben.

Umkehr in der
Energiepolitik

Die von der Atomlobby ins Spiel gebrachte Kernenergie kann dabei keine Alternative sein. Spektakuläre Störfälle (Tschernobyl, Harrisburg, …) machen immer wieder das »Restrisiko« deutlich.

Kernenergie ist
keine Alternative

Die Entsorgung der ausgebrannten Brennstäbe ist immer noch ungeklärt. Die Uranvorkommen reichen nicht aus, um die fossilen Brennstoffe zu ersetzen.

Das Ziel der Reduzierung des Energieverbrauchs kann nur durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreicht werden.

Energieeinsparungen

Wichtigster Punkt – die Energieeinsparung.
Jede eingesparte Kilowatt (kW) - Stunde verbraucht nicht unwiderruflich Energieressourcen, muss nicht produziert werden und trägt auch nicht zum Treibhauseffekt bei. Einsparungen von Elektroenergie wirken sich gleich mehrfach aus. Durch die hohen Verluste bei der Stromerzeugung in den heute üblichen Kondensationskraftwerken wird das dreifache an Energie für eine kW-Stunde benötigt. Als Beispiel für Energieverschwendung sei hier der Standby - Betrieb von Elektrogeräten genannt, der einerseits beim Verbraucher mit 140 DM – 350 DM an Stromkosten zu Buche schlägt und andererseits bundesweit zwei bis drei Kraftwerke benötigt.

zukunftsfähige
Energieversorgung

Der Rest soll zukunftsfähig erzeugt werden. Eine zukunftsfähige Energieversorgung erfordert, dass die EVU (Energieversorgungsunternehmen) von ihrem bisherigen Streben nach ständigem Wachstum Abschied nehmen. Ein Wachstum des Energieverbrauchs bis in alle Zukunft erträgt das Ökosystem Erde nicht. Die EVU müssen erkennen, dass die Gewinnmaximierung dem Haushalten mit endlichen Vorräten unterzuordnen ist.

Beispiel Kalifornien
“least cost planning”

Das Beispiel Kalifornien, wo seit Ende der 70er Jahre kein Kraftwerk mehr gebaut wurde, spricht für sich. Hier müssen Kraftwerksbetreiber vor der Genehmigung eines Neubaus von konventionellen Kraftwerken nachweisen, dass sein Zweck nicht durch Energieeinsparung oder regenerative Energien mit geringeren Kosten (englisch: least cost planning) erzielt werden kann.

keine günstigeren Tarife
für Mehrverbrauch

Energietarife müssen das Energiesparen durch geringe Kosten belohnen. Mehrverbrauch darf nicht durch günstigere Tarife belohnt werden.

dezentrale Kraft-
Wärme-Kopplung

Über 60 Prozent des Energiebedarfs entfällt auf die Erzeugung von Wärmeenergie. Durch dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung wird die Abwärme bei der Erzeugung von Strom ausgenutzt. Solche flexiblen, auf den örtlichen Bedarf zugeschnittenen Anlagen sind flächendeckend als Ergänzung zur Energieerzeugung aus regenerativen Quellen erforderlich.

Trennung von Energieverteilung
und -erzeugung

Spätestens seit der Netzrückkaufaktion in Schönau wurde deutlich, dass EVU mehr am Verkauf von Energie interessiert sind, als an deren Einsparung. Doch der Besitz der Stromnetze schützt sie vor unliebsamer Konkurrenz. Wir fordern eine Trennung von Energieverteilung und Energieerzeugung.

Ausbau regenerativer
Energien

Die Naturfreunde bedauern, dass die Verantwortlichen in Politik und Energiewirtschaft, zum Ausbau regenerativer Energien kaum einen Beitrag leisten. Da die fossilen Energievorräte in absehbarer Zeit zur Neige gehen werden und die atomare Energieversorgung weder technisch beherrschbar noch gesellschaftlich durchsetzbar ist, sind Alternativen dringend erforderlich.

Solarenergie fördern

Dieser Staat begreift nicht, dass anstelle Millionen von Arbeitslosen zu finanzieren, mit einer kräftigen Anschubfinanzierung zugunsten der Solarenergie die Arbeitslosenzahlen bedeutend gesenkt werden könnten. Die Naturfreunde fordern den Ausbau der regenerativen Energien mit aller Kraft vorwärts zu treiben.

wirtschaftliche
Energiespeicher müssen
gefunden werden

Natürlich stehen regenerative Energien nicht immer zeitgleich mit dem Verbrauch zur Verfügung. Deshalb muss über Speichermöglichkeiten nachgedacht werden. Chemisch-thermische Umwandlungsprozesse oder Batterien können als dezentrale Energiespeicher verwendet werden. Neue wirtschaftliche Verfahren müssen gefunden bzw. gefördert werden.

WAS KÖNNEN DIE NATURFREUNDE TUN?

Die Naturfreunde treten für eine Wende in der Energiepolitik ein. Das oberste Ziel ist hierbei die Energieeinsparung.

Wende in der Energiepolitik
unterstützen

Der weiterhin anfallende Energiebedarf muss umweltverträglich erzeugt und verteilt werden. Das bedeutet in erster Linie Verwendung regenerativer Energiequellen, sowie für eine Übergangszeit schonender Gebrauch »nichtregenerativer« Energiequellen. Energieerzeugung und Verteilung muss unter weitestgehender Vermeidung von Verlusten geschehen. Da die Atomenergie keiner dieser Anforderungen entspricht und weitere Gefahrenrisiken birgt, muss auf ihre Verwendung sofort verzichtet werden.

Mitarbeit in Bürgerinitiativen

Die Naturfreunde setzen sich durch die Mitarbeit in Bürgerinitiativen, der Lokalen Agenda, usw. für diese Ziele ein.

Photovoltaik und Solarkollektoren
nutzen

Darüber hinaus versuchen wir schon heute in unseren Naturfreundehäusern durch positive Beispiele beim Energiesparen und bei der Verwendung von regenerativen Energien, unsere Vorstellungen umzusetzen.

regenerativ erzeugten
Strom kaufen

Photovoltaik und Warmwassererzeugung durch Solarkollektoren direkt am Naturfreundehaus stehen neben dem Kauf bei Stromanbietern von regenerativ und zukunftsfähig erzeugtem Strom. Für diese Maßnahmen wollen wir werben und die Zahl der konkreten Projekte noch wesentlich steigern.

 
 

VisdP NaturFreunde LV Württemberg, Landesvorsitzender                         Copyright by webmaster@naturfreunde-goeggingen.de